CO-OP-Ansatz
“Cognitive Orientation to daily Occupational Perfomance ist eine klientenzentrierte ausführungsbasierte Problemlösungsmethode, die den Erwerb von Fertigkeiten mit Hilfe von Strategieanwendung und geleiteter
Entdeckung ermöglicht.”
 

Koordinationsstörungen verstehen (für Kinder ab 7 Jahre)

"In Sport war ich nie gut ..."
"Ich kann meine Arme und Beine nicht gut koordinieren ..."
"Bei Mannschaftsspielen werde ich immer als Letzter ausgewählt –
 aber das bin ich gewohnt ..."
"Ich bin mir sicher, dass ich bessere Noten bekäme,
 wenn meine Handschrift besser wäre ..."
"Ich möchte den Fußball treffen und nicht vom Fußball getroffen werden ..."

Langzeitstudien belegen, dass sich diese motorischen Schwierigkeiten nicht herauswachsen. Die sekundären Folgen von Developmental Coordination Disorder, wie die umschriebene Koordinationsstörung international bezeichnet wird, sind gravierend und haben vor allem negative Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein eines Kindes.

Der kognitive Ansatz CO-OP wurde entwickelt, um Betätigungsprobleme von Kindern mit Koordinationsstörungen zu verstehen und zu lösen.
Dieser Therapieansatz erfüllt alle Kriterien für eine betätigungsorientierte und evidenz-basierte Therapie. CO-OP stellt ein Alltagsproblem in den Mittelpunkt und geht dies über kognitive Lernstrategien an.

Mit einer Handpuppe, dem Kommandeur „Goal-Plan-Do-Check“, analysiert ein Kind sein Betätigungsproblem selbständig, der Therapeut hat hierbei die Rolle eines Coaches. Das Kind bekommt Hilfestellungen zum selbstentdeckenden Lernen und Entwicklung einer Lösungsstrategie.

Auch Kinder mit Aufmerksamkeitsproblemen und Konzentrationschwierigkeiten profitieren von CO-OP. Für Kinder mit einer Intelligenzminderung ist diese Methode leider nicht geeignet.zu.

 

Angst
Versagen
Motivation
Koordination

Die  Sensorische Integration ist der Prozess, bei dem vom eigenen Körper  (Schwerkraftreize, Muskel- und Hautsinn)
und der Umwelt (auditiv,  visuell, Geschmacks- und Geruchssinn) ausgehende Sinnesinformationen von der
Körperperipherie aufgenommen und im Gehirn verarbeitet werden. Der  zentrale Verarbeitungsprozess
beinhaltet für die Situation unrelevante  Reize zu hemmen und wichtige Sinnesinformationen zu verstärken 
(Reizfilterung). In der weiteren höheren zentralen Verarbeitung werden  die gefilterten Reize mit bereits
abgespeicherten neuronalen Mustern  verglichen, eingeordnet und mit aufgenommenen Sinnesreizen verknüpft 
(gesehenen, gerochenen, gehörten, gespürten).
Das Ziel der sensorischen  Integration besteht in einer der Situation angemessenen Handlung.

Störungen in diesem Aufnahme- und Verarbeitungsprozess können sich in folgenden Erscheinungsbildern
ässern:

  • Einer nicht der Situation angemessenen sensorischen  Reizfilterung mit sensorischer
    Überempfindlichkeit oder  Unterempfindlichkeit in den Bereichen der Berührungs- und 
    Bewegungswahrnehmung. Betroffene Kinder meiden oder suchen verstärkt  Berührungs- oder
    Bewegungsreize
  • Störungen äussern sich in Höhenangst, in Bewegungsunlust
  • In der Störung der Hautwahrnehmung zeigen diese Kinder starke  Abneigung z.B. gegen
    Duschen, eingecremt zu werden, Nägel- und  Haare schneiden oder suchen
    verstärkt Hautberührung (Schmieren, Matschen)
  • Störungen zeigen sich in einer nicht altersgerechten Körperwahrnehmung
  • In einer fehlerhaften Körperkoordination
  • In der Schwierigkeit, das Gleichgewicht zu regulieren
  • In einer erhöhten, den motorischen Anforderungen nicht angemessenen Muskelspannung
  • In fein- und graphomotorischen Störungen
  • In einer schlechten Handlungsplanung
  • Schwierigkeiten in der Durchführung von Aktivitäten des täglichen Lebens
  • In der motorischen Planungsfähigkeit
  • Störungen in der auditiven und visuellen Verarbeitung  (Schreckhaftigkeit, Störung in der
    Wahrnehmung der Raumlage, der  Raumkonstruktion)